Analytics of Spam – Spamalytics Studie
Spamalytics ist eine Studie der anderen Art. Sie beschäftigt sich mitunter einer sehr interessanten Frage. Wie hoch ist die Conversion Rate bei Spammails. Es gibt so gut wie keine Nachschlagewerke zu diesem Thema, umso mehr ist der Ansatz dieser Analytics of Spam Studie sehr spannend.
Persönlich würde mich die Frage interessieren, ob auch die Landing Pages gewechselt wurden, um eine andere Sales Conversion zu generieren und wie hoch der CPL ist und wie dieser abgerechnet wird, denn hier ist eigentlich zu beachten, dass für jeden Klick, den ein Visitor der Website eines Publisher tätigt und zeitnah auf der Webseite des Advertisers freiwillig und bewusst eine vordefinierte Aktion ausführt, wird eine bestimmte Provision für den Publisher ausgeschüttet. Da aber Spam sich nicht den Marktregeln unterwirft, stellt sich ebenfalls die Frage, ob nicht die Auszahlung solcher ebenfalls wettbewerbswidrig ist.
In der Spamalytics Studie wurde auf zwei Kampagnen ein Augenmerk gelegt. Die Erste beschäftigt sich mit Malware und die Zweite mit Verkauf von Arzneimittel. Die Conversion ist zu einem die Infektion und zum anderen der Abverkauf. Die erste Conversion ist definitiv nicht alltäglich. Eine halbe Milliarde Emails wurden verschickt.
Wer bekam nicht schon einmal eine Email mit einem Werbeslogan – “Excellent hardness is easy!” – schreiben die Forscher in der Studie. Kaum jemand kennt aber in der Tat eine Person in seinem eigenen Netzwerk, die den kompletten Abwicklungsprozess aus eigener Erfahrung einem erläutern kann. Ganz zu schweigen von der Antwort wie viele, wie oft und wie viel! So wirkt es als ein sehr schwieriges Unterfangen die Spam Conversion zu ermitteln. Eines ist sicher, das Geschäft scheint nach wie vor lukrativ zu sein, sonst würde diese Art der Werbung längst verschwunden sein, wenn die Spam Conversion Rate unrentabel wäre. Die Forscher bewegen sich auf einem dünnen Eis, denn die Erkenntnis um Spam zu messen, muss man selbst zum Spammer werden, trifft exakt zu. Im Grunde genommen ist aber Spam nichts anderes als Direktmarketing.
Laut der 2008 Internet Security Trends Studie von Ironport werden täglich 120 Milliarden Spam Mails täglich versendet. Die Spamalytics Studie zeigt auch auf, wie Spam Engines funktionieren.
Die Anzahl der vesendeten Emails lag bei 469.906.992, auch die zehn häufigsten Email-Adress-Domains sind interessant:
Platz 01: hotmail.com (8,47%)
Platz 02: yahoo.com (5,05%)
Platz 03: gmail.com (3,17%)
Platz 04: aol.com (2,37%)
Platz 05: yahoo.co.in (1,13%)
Platz 06: sbcglobal.net (0,93%)
Platz 07: mail.ru (0,86%)
Platz 08: shaw.ca (0,61%)
Platz 09: wanadoo.fr (0,61%)
Platz 10: msn.com (0,58%)
Die Arzneimittelkampagne generierte nach 26 Tagen circa 28 Leads bei 350.000.000 versendeten Emails. Die Leads lagen zwischen 100,- $ und 140,- $. Letzteres wurde erzielt, als die Kampagne aktiv gewesen ist. Die Conversion Rate lag unter 0,00001%.
Im ersten Moment erscheint es nicht viel, die Forschungsgruppe hatte aber nur einen Anteil des Botnets von 1,5% für ihre Forschung verwendet. Die ganze Studie kann unter International Computer Science Institute nachgelesen werden.



