kreatives wirtschaftliches tun

Socialmedia und Feuer im Google Headquarter UK

Eigentlich nichts über das man schreiben sollte. In den “Local News” wäre es ein Vierzeiler oder gegebenenfalls ein Fünfzeiler gewesen, wäre da nicht Socialmedia und zugleich der Brand Google im Spiel mit dem Feuer, im wahrsten Sinne des Wortes. Was hat nun Social Media damit zu tun?

Laut der Presseverantworlichen (Google Headquarter UK) ist keinem der ca. 5.000 Mitarbeitern etwas passiert. Sie wisse nur, dass auf der Dachterrasse ein BBQ stattfand und dort ist auch das Feuer ausgebrochen. Das Feuer ist am Nachmittag gegen 13.50 ausgebrochen.

Nun gut, das sind die Fakten. Da die Telegraph Media Gruppe im gegenüberliegenden Gebäude ihren Sitz hat, zwitscherte ein Jornalist, laut Telegraph.co.uk, denn der Name des Twitter Users wird nicht genannt, folgende Meldung bei Twitter:

Roof terrace at Google HQ on fire! on Twitpic

There’s a tree on fire on one of Google office roof terraces across the road

Schauen wir uns das doch etwas genauer an: Matthew Moore hat nur einen kleinen Teil “Run, Googlers, run.” weggelassen, denn die eigentliche Meldung lautete:

There’s a tree on fire on one of Google office roof terraces across the road. Run, Googlers, run.

Den „netten” Zusatz „Run, Googlers, run.” lässt man dann doch lieber weg auf der offiziellen Website, auf der der Artikel von Matthew Moore verfasst ist. Warum wird Ian Douglas nirgends erwähnt, schließlich ist er sein Kollege und zugleich Head of Digital Production, Science und Technology Blogger und Beekeeper?

Nach Ian’s Tweet wurde dieser gleich neun Mal geretweetet und die Meldung nahm seinen weiteren Lauf… auch in Deutschland. Das Wort „Feuer” wurde in mehr als 262 Tweets gefunden, wobei nicht alle sich auf den Brand in Google HQ in UK beziehen, aber kurz vor 14 Uhr nahm auch die Frequenz der Tweets mit dem Keyword “Feuer” zu, wie sich’s deutlich erkennen lässt im Graphen.

In Social Media Marketing lassen sich Trends erkennen und ob diese humorvoll sind oder nicht, nun ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich auch nicht streiten… Aber einen kleinen Auszug möchte ich doch zeigen, denn es scheinen manche User nicht zu verstehen bzw. denken, dass AdSense auch quasi „Just in Time” eingebunden wurde in thematischen Umfeldern und in das passende Foto, wie manche Kommentare zeigen… Soweit ich das beurteilen kann, sind es Fotomontagen, wie die nachfolgenden Bilder zeigen. Ob gut oder schlecht, das soll jeder für sich selbst beurteilen.

Share photos on twitter with TwitpicHier ein paar Tweets, die natürlich auch zu den Bildern verlinken, wobei der erste Tweet von @mario670 zu seinem eigenen Artikel verlinkt „Feuer in der Google Zentrale London: http://redir.ec/8rNf SEO Anschlag?“ Warum sollten wir SEO’s einen Anschlag auf Google verüben wollen? Das wäre ja so, wenn ein Bauer seine …, aber nun gut. @frischkopp hat folgenden Tweet gesendet „Krass – heute gab es ein Feuer auf der Dachterrasse vom Google Büro in London – Text und Video: http://is.gd/2C5A3” oder @ThomasPromnyLustiges Foto vom Google-Feuer heute: http://redir.ec/6qRG

What came to mind as I read about Google's London fire.  on Twitpic

Nicht nur privat Personen, sondern auch Agenturen haben getweetet, wie zum Beispiel @uniquedigitalBing react to Google UK Fire: http://twitpic.com/fg7yi

Eines ist sicher, durch Social Media bekommen Themen größere Aufmerksamkeit. Auf der Recherche, um diesen Artikel zu schreiben, ist ein Tweet mit dem Inhalt „Google Fire” bei Twitter zu diesem Thema in meinem Profil @dominik_johnson erschienen, nicht weil ich es wollte, sondern weil ich eigentlich diese Kombination der Keywords im Suchfeld eingeben wollte, um nach thematisch passenden Tweets zu suchen. Tja, „Gott sei Dank” gibt es den Mülleimer bei Twitter, wobei der Tweet immer noch zu finden ist… Jetzt folgt aber mein Blogpost Tweet zum Thema und der ist gewollt.

Wie sich an dem Google BBQ und dem Feuer erkennen lässt, wenn der Brand passt und auch die „richtigen” Kanäle bzw. der Brand die Zielgruppe hat, die online affine ist und täglich sich mit neuen Medien für Kunden auseinandersetzt, wird auch ein brennender Baum auf der Dachterrasse eine Beachtung geschenkt und die Kreativität kennt dabei keine Grenzen. Übrigens, auf Telegraph.co.uk ist die original Meldung zu finden.